poetree |
Sometimes I write stuff. Sometimes I think it might be good. Sometimes I post this. Sometimes. |
You know, there are times I actually leave my writing desk. But getting up and leaving the room is quite complicated. You see, I like the warmth of my armchair, the artificial brightness of the incandescent light bulb giving me the illusion of enlightenment. I love the kind of rotten-books’ smell all around me. I don’t mind the fact that the office is painted in a baby-blue-like colour which has slowly over the years transformed into a greyish wall.
These are the rejected thoughts, billions of them, which didn’t manage to escape this small prison. They banged against the wooden walls and have been hanging there ever since. Whenever I need them, I stare into the nothingness around me but they won’t fly back again through my hopeful longing eyes into my mind, for they are too weak.
Sometimes, I think about painting the walls green for this is how I feel. But then again, all these old memories, where would they go to? I can’t just wipe them out. I’m not that cruel; am I?
I don’t know, because in the end, leaving this kingdom of imagination feels like betrayal. And so eventually, I don’t leave the writing desk.
My page was too white
My ink was too thin
The day wouldn’t write
What the night pencilled in…
(Leonard Cohen)
Die Sonne scheint und blendet mich obwohl ich unter einem Sonnenschirm sitze. Muss wohl durchsichtich sein. Eine angenehm kühle Brise umsäuselt mich und scheint eine ganze Welt hinter sich herzuschleppen. Zuerst ist es nur Luft, klar und frisch, wie wenn man ins kalte Wasser springen würde. Doch dann entwickelt sich daraus ein Universum. Leises Geflüster, ein schüchternes Kichern, Gelächter, Geheul, immer lauter und lauter…Aus der Brise heraus braut sich ein Gewitter von Sprachen, Klängen und Wörtersalat zusammen!
Ich schließe die Augen und sehe Farben. Überall. Wie ein Regenbogenmännchen auf Drogen schwirren Gelb, Blau, Orange, Grün und Rot in meinem Kopf umher. Sie drehen Kreise, lachen mich an, und auf einmal überkommt mich ein Gefühl von tiefster Zufriedenheit.
Langsam versuche ich die schweren Augenlider zu heben.
Noch ganz benommen von dem Chaos in meinem Kopf, blicke ich auf und sehe eine Telefonzelle. Bin ich etwa in einer anderen Zeit wieder aufgewacht?
Won weit her erklingt ein Lied. Hallelujah von Leonard Cohen. Den mag ich. Gerade habe ich mir sogar sein Gedichtband gekauft. Was für ein Zufall.
Die Musik lässt mich in eine tiefe Melancholie fallen. Die roten Ziegel des Bahnhofes am Hackeschen Markt sind auf einmal die stillen Beobachter und Zeugen längst vergangener Zeiten. Ihre feurrote Farbe haben sie längst verloren und viele braune Altersflecken überziehen schon die Façade des Bahnhofes. Auch die Fenster sehen traurig aus. Trübe, grünblaue Scheiben schauen auf mich herab. Und ich starre zurück. Wir scheinen uns einig zu sein. Über was auch immer.
Vergangenheit oder Zukunft. Doch nicht die Gegenwart.
In den Fugen zwischen den Ziegeln wuchert schon grüner Moos. Wäre es ein neuer Bahnhof, würde ich auf Pickel schließen. Doch das Alter betrachtend, sind es wohl eher Warzen oder Geschwülste, Reaktionen auf Vernachlässigung und schlechte Pflege.
Ich bedaure das Gebäude und finde trotzdem Gefallen an dieser wunderschönen Hässlichkeit.
Stille.
Keine Musik.
Musiklosigkeit.
Musikarmut.
Und ich
F
A
L
L
E
.
Oh hallo Realität. Wie geht es dir? Schade, dass wir uns so oft über den Weg laufen. Verpiss dich! Jetzt ist den Bahnhof wieder ein Bahnhof. Die Brise ist wieder eine Brise. Und ich versuche mich noch einmal an ihr festzuklammern. Bitte liebes Lüftchen, nimm mich mit auf deine nächste Reise!
Und dann kommt er. Dann kommt der Windstoß. Ich halte mich daran fest und tauche ein in die bunte Vielfalt von Gerüchen. Wie ein wilder Flamenco-Tänzer liebkost der Duft von Paella meine Nase. Verdrängt wird der Tänzer von einer Welle von frischem Grasgeruch. Meine Nase fänkt an zu kitzeln, als ob die Grashalme die feinen Härchen reizen würden.
HATSCHI
Ich atme tief ein und von irgendwoher riecht es nach frisch gebrautem Kaffee. Genussvoll atme ich noch ein zweites Mal stark ein und das Koffein scheint durch den Geruch in meinen ganzen Körper vorzudringen. Neu belebt, drehe ich mich um und mein Blick fällt auf de Kellnerin, die mir mein Eis bringt.
Nun sitze ich hier, zutiefst zufrieden mit mir und der Welt. Einen kleinen Augenblick für mich ganz alleine, den mir keiner mehr wegnehmen kann. -Was für ein abgedroschener Satz.
Der Hackesche Markt. Und ich. Und die Welt.
(Source: pulmonaire, via liamdryden)
when it is truly time,
and if you have been chosen,
it will do it by
itself and it will keep on doing it
until you die or it dies in you.
there is no other way.
and there never was.
"“so you want to be a writer?” by Charles Bukowski. (via kayleyhyde)
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Ich warte auf den Bus, wie so oft in letzter Zeit. Ich sitze da auf einer einsamen Bank mitten im Nirgendwo und doch mittendrin. Mittendrin im Trubel der Stadt, wo Kinder weinen, weil sie ihre Mutter nicht finden, wo Autos hupen, weil es ihnen nicht schnell genug geht.
Ich sitze und warte. Jeder hier scheint unterwegs zu sein. Unterwegs, um nachher am Ziel anzukommen. Ich hingegen habe mein Ziel schon erreicht. Die Bank auf der ich sitze ist meine Endstation. Endstation? Womöglich wieder nur ein Zwischenstopp auf meiner Reise nach…
Die Menschen laufen der Zeit hinterher. Ständig blicken sie auf die große Uhr am Postgebäude, fast flehend, dass die Zeiger doch bitte mal etwas langsamer ihre Runden drehen sollten. Doch den Zeigern ist es egal. Sie grinsen hämisch, als es viertel vor zwei schlägt.
Da kommt mein Bus aber ich steige nicht ein. Zu voll. Keine Lust. Die Bank ist im Moment viel gemütlicher. Der Bus fährt weg. Ich bleibe weiter hier sitzen während das Ziel sich wieder etwas mehr entfernt. Vielleicht sollte man einfach nie ankommen. Denn das Ankommen schickt einen immer wieder weiter auf Reisen ohne Ziel.
Vielleicht sollte ich einfach mal sitzen bleiben. Entschleunigung oder so heißt das dann. Aber davon kann ich mir auch nichts kaufen. “Hier Entschleunigung im Angebot. Sie brauchen nicht mehr wild umherlaufen. Bleiben Sie zur Abwechslung einfach mal stehen. Die Uhr wird sowieso immer weiterticken.”
Der nächste Bus hält an. Eine Reklame lehrt mich:”Der öffentliche Transport. Schnell. Zuverlässig. Zeitsparend.” Zeitsparend? Kann man jetzt auch schon mit Zeit dealen? Sich Zeit kaufen? “Einmal Zeit zum Mitnehmen bitte, aber mit extra viel Sahne!” Lächerlich.
Menschen steigen ein, steigen aus, laufen, bleiben stehen, schreien, halten den Mund, und mittendrin ich und die Zeiger der Uhr, die im Sekundentakt unermüdlich ihre Runden drehen.
Dann steh’ ich doch auf und geh’ weiter, dem Ziel hinterher, nie ankommend.
Poetreeleaves. (Im Bus geschrieben)
Taken with instagram
DANIEL WHY DO YOU LOOK SO MUCH LIKE PENN BADGLEY. STOP THAT. It’s weird.
oh my god he does
(Source: firebolter)
(Source: prettygirlfromvirginia, via hannahgirasol)
The Great Gatsby
Obliviate — Alexandre Desplat.
Getting to know me…
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